Einladung zum 2. Pasinger Zukunftsforum: “So macht Wachstum Spaß!”

Münchens Zukunft: Kann Wachstum wirklich Spaß machen? München wächst wie keine andere deutsche Großstadt: Statistisch zieht jeden Tag ein Reisebus voll Menschen neu in die Stadt! Wie können wir diese Entwicklung gut gestalten, und dafür sorgen, dass München lebenswert für alle bleibt? Darüber diskutieren wir am 19. Juni im zweiten Pasinger Zukunftsforum.

Zukunftsforum… was war das nochmal? Genau, das Diskussionsformat ohne lange Vorträge, das offen für alle Interessierten ist, ob Parteimitglied oder nicht. Es geht hier um gute und kontroverse Diskussionen; wir wollen gleich und ohne Umschweife zu Sache kommen und debattieren so lange, wie wir Lust haben. Das letzte Mal hat das ganz hervorragend geklappt!

Also: Wenn Du Ideen hast, wenn Dich an der aktuellen Situation etwas stört, wenn Du Probleme lösen willst, wenn Dich etwas besonders ärgert, wenn Dich das Thema einfach interessiert, wenn Du das Kommunalwahlprogramm der Münchner SPD mitgestalten willst… dann komm zum Zukunftsforum! Und bring ein paar Leute mit, die gerne mitdiskutieren!

So macht Wachstum Spaß!

Dienstag, 19. Juni 2018, 19.30 Uhr
“Antica Osteria”, Nimmerfallstraße 48, Pasing

Wir freuen uns auf Dich!

 

Einladung zum Arbeitstreffen

Damit wir wieder eine spannende, unterhaltsame und ergebnisreiche Veranstaltung auf die Beine stellen können, brauchen wir Dich und Deine Unterstützung! Wir wollen aber auch eine Rückschau auf den letzten Themenabend halten und das Format “Zukunftsforum” weiterentwickeln. Deswegen laden wir Dich herzlich zu unserem Arbeitstreffen

am Montag, 7. Mai 2018 um 19.30 Uhr
im SPD-Bürgerbüro, Alte Allee 2, 81245 München-Pasing

ein.

Wir freuen uns auf Dich und Deine Ideen!

Unser nächstes Thema

Die Entscheidung für das Thema unseres nächsten Zukunftsforums ist gefallen. Nachdem auf Facebook die Abstimmung unentschieden ausgegangen ist, haben die Stimmen, die uns per Mail erreicht haben, den Ausschlag gegeben: Jetzt red i – Unsere Ideen für Münchens Zukunft!

In keinem Bereich wird Politik für die Menschen so greifbar, wie in der Kommunalpolitik. Entscheidungen vor Ort begegnen uns sofort, wenn wir morgens aus dem Haus gehen. Der Autoverkehr, keine Parkplätze, der volle Bus, zu wenig Grün, kein Kitaplatz, Mietpreisexplosion, Städtebau, die Liste ist endlos. Zwar werden in München erst in zwei Jahren der Stadtrat und die Bezirksausschüsse neu gewählt, aber jetzt beginnt die Zeit, in der die Kugelschreiber abgestaubt werden, um die Kommunalwahlprogramme zu entwerfen. Bevor diese Arbeit beginnt, will das Zukunftsforum Ideen sammeln, worum sich die Stadtpolitik in den nächsten Jahren kümmern soll, damit München lebenswert für alle bleibt. Die Ideensammlung wird dann an die Münchner SPD und die Stadtratsfraktion weitergeleitet, damit sie in das Kommunalwahlprogramm der SPD einfließen kann.

Herzlichen Dank an alle, die mitgemacht haben.

Abstimmung über unser nächstes Thema ist online

Wie angekündigt, entscheidest Du mit, welches Thema wir bei unserem nächsten Treffen behandeln sollen. Diese beiden Themen stehen diesmal zur Auswahl:

Jetzt red i – Unsere Ideen für Münchens Zukunft

In keinem Bereich wird Politik für die Menschen so greifbar, wie in der Kommunalpolitik. Entscheidungen vor Ort begegnen uns sofort, wenn wir morgens aus dem Haus gehen. Der Autoverkehr, keine Parkplätze, der volle Bus, zu wenig Grün, kein Kitaplatz, Mietpreisexplosion, Städtebau, die Liste ist endlos. Zwar werden in München erst in zwei Jahren der Stadtrat und die Bezirksausschüsse neu gewählt, aber jetzt beginnt die Zeit, in der die Kugelschreiber abgestaubt werden, um die Kommunalwahlprogramme zu entwerfen. Bevor diese Arbeit beginnt, will das Zukunftsforum mit Ihnen und Euch Ideen sammeln, worum sich die Stadtpolitik in den nächsten Jahren kümmern soll, damit München lebenswert für alle bleibt. Die Ideensammlung leiten wir dann weiter an die Münchner SPD und die Stadtratsfraktion, damit sie in das Kommunalwahlprogramm der SPD einfließen kann.

Bodenrechtsreform – der Schlüssel zu günstigeren Mieten?

„Steigerungen des Bodenwertes, die ohne besonderen Arbeits- oder Kapitalaufwand des Eigentümers entstehen, sind für die Allgemeinheit nutzbar zu machen.“ – klingt das nicht sozialistisch? Tatsächlich steht dieser Satz in Artikel 161 der Bayerischen Verfassung. Dass Wohnen in München mittlerweile so teuer geworden ist, liegt vor allem an den exorbitant gestiegenen Grundstückspreisen. Wer vor zehn Jahren ein Grundstück für zwei Millionen gekauft hat, kann es heute locker für vier Millionen verkaufen und muss auf den Gewinn nicht einmal Steuern zahlen. Ist das gerecht? Bereits 1972 hat der Münchner Alt-OB Hans-Jochen Vogel das angemahnt. Vor der aktuellen Situation auf dem Münchner Wohnungsmarkt haben seine Ideen wieder Aufwind bekommen. Was könnte eine Bodenrechtsreform also bewirken? Wie wirkt sich das auf den Wohnungsmarkt aus? Lasst uns darüber diskutieren und vielleicht auch neue Ideen dazu entwickeln.

Auf unserer Facebook-Seite kannst Du Deine Stimme dazu abgeben. Wer nicht bei Facebook ist, kann aber natürlich auch eine Mail an zukunftsforum@spd-pasing.de schicken oder einen Kommentar schreiben. Deine Stimme wird dann selbstverständlich auch gezählt. Die Abstimmung ist bereits freigeschaltet und geht bis zum 23. April 2018. Das nächste Treffen wird dann voraussichtlich Ende Mai/Anfang Juni stattfinden.

Ein ganzer Abend ohne Hashtag

Michael Tibbud ist der “Parteigänger” und schreibt unter diesem Namen auch einen Blog zu seinen Erlebnissen als Neumitglied in der SPD. In seinem, vor ein paar Tagen erschienenen, Beitrag berichtet er auch von unserer letzten Veranstaltung. Wir finden: das Zukunftsforum kommt dabei ganz gut weg 😉

Der Parteigänger: Schluss mit Wut

Ergebnisse des ersten Treffens jetzt online

Die erste Fassung der Ergebnisse unseres Treffens am 8. Februar 2018 sind jetzt online. Für zwei Wochen können Sie hier und auf Facebook darüber diskutieren, Ergänzungen vorschlagen, Korrekturen und Änderungen anregen. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge. Unsere “Neun Thesen zur Zukunft der Sozialdemokratie im 21. Jahrhundert” finden Sie auf unserer Media-Seite.

Neun Thesen zur Zukunft der Sozialdemokratie im 21. Jahrhundert

Das Arbeitspapier zu den Ergebnissen unseres Treffens am 8. Februar 2018 ist jetzt fertig. Wir stellen das Papier in Form von neun Thesen ab heute für zwei Wochen hier und auf Facebook online zur Diskussion. Wenn Sie Anmerkungen, Verbesserungsvorschläge, Ergänzungen oder Korrekturen haben, schreibten Sie Ihre Ideen einfach in das Kommentarfeld unten. Nach den zwei Wochen werden die gesammelten Anregungen in das Papier eingearbeitet und dann an den Pasinger SPD-Vorstand weitergeleitet. Dort wird dann entschieden, was mit dem Papier weitergeschieht, z.B. eine Weiterleitung an den Parteivorstand der SPD in Berlin.

Neun Thesen zur Zukunft der Sozialdemokratie im 21. Jahrhundert

Ergebnissammlung der Veranstaltung des Zukunftsforums der Pasinger Sozialdemokratie am 8. Februar 2018
  1. Tradition: Der Kern sozialdemokratischer Politik beruht auf Solidarität, Aufklärung, Emanzipation, Partizipation, Bildung, Aufstieg, Antifaschismus und Internationalismus.
  2. Zukunft: Diese Traditionslinien sind nicht überholt. Ihre Bedeutung muss aber immer wieder neu reflektiert werden: Was heißt etwa Solidarität im 21. Jahrhundert? Die Traditionslinien können nur weiterhin tragen, wenn die Sozialdemokratie glaubwürdig erzählen kann, wie linke Politik und demokratischer Sozialismus die Zukunft gestalten können.
  3. Kampf: Die SPD blickt aber mit Hoffnung in die Zukunft, nicht mit Angst, weil sie aus ihrer Geschichte weiß, dass technologische und gesellschaftliche Umbrüche zum Wohl der Menschen gestaltet werden können. Dazu müssen auch Konflikte ausgehalten werden: Soziale Errungenschaften müssen erkämpft werden!
  4. Gestaltungshoheit: Dafür muss die Politik ihre teils verlorene Handlungsfähigkeit wieder erlangen. Nur unter einem „Primat der Politik“ ist es möglich, die Zukunft zu gestalten anstatt nur darauf zu reagieren.
  5. Zusammenhalt: Umbrüche führen zu einer breiten Unsicherheit über die Zukunft. Dieser Angst muss das Versprechen eines reichen Landes an seine Bürgerinnen und Bürger entgegen gesetzt werden: keiner bleibt allein, keiner wird zurückgelassen.
  6. Gerechtigkeit: Besonders deutlich wird das am Beispiel der digitalen Revolution, die wir gerade erleben. Die SPD als Partei der Arbeit hat Umbrüche in der Vergangenheit sozial verträglich gestaltet. Sie hat damit die Grundlagen des modernen Sozial-, Rechts- und Kulturstaates geschaffen und die Wertschöpfung gerechter verteilt. Dass die gerechte Verteilung immer schlechter funktioniert, liegt auch daran, dass die Quellen der Wertschöpfung sich gewandelt haben. Hier muss gegengesteuert werden: Auch unter den Bedingungen der Digitalisierung muss die SPD dafür sorgen, dass alle Menschen am gestiegenen wirtschaftlichen Ertrag beteiligt werden.
  7. Partizipation: Wer für die Demokratie kämpft, fängt dabei am besten bei sich selber an. Parteipolitik im 21. Jahrhundert muss sich für vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten öffnen, um Legitimität zu erlangen. Nur so können neue Strömungen und Ideen aufgenommen werden. Kontroverse Diskussionen und eine „Streitkultur“ sind dabei ein Gewinn, weil sie es ermöglichen, zu Konsens oder zumindest guten Kompromissen zu finden.
  8. München: Die großen Umbrüche treffen auch München. Das Versprechen, dass keine(r) zurückgelassen wird, ist aber – aufgrund begrenzter Gestaltungsmöglichkeiten - besonders auf kommunaler Ebene schwer zu erfüllen. Hier ist es deswegen wichtig, Härten abzumildern, sodass allen ein auskömmliches Leben gesichert wird. Gleichzeitig muss Rücksicht auf die Befürchtungen eines Identitätsverlusts genommen werden: alle Veränderungen des Stadtlebens müssen „Münchner Lösungen“ sein, d.h. die spezielle Identität der Stadt berücksichtigen und bewahren.
  9. Vision: Um tatsächlich zu gestalten und nicht nur zu reagieren, müssen alle Maßnahmen und Vorschläge, wie sich unser Land und unsere Stadt verändern sollen, immer an der Zukunftserzählung einer gerechten und lebenswerten Gesellschaft ausrichten und nicht umgekehrt.

Hier können Sie die neun Thesen auch nochmal als PDF herunterladen.

 

Die Fenster weit auf für frische Ideen: Bericht vom ersten Zukunftsforum

„Können wir  Geschichten nur über Vergangenes erzählen, oder auch über Dinge, die noch in der Zukunft liegen? Nicht umsonst beginnen die meisten Märchen mit ‚es war einmal…‘“. Mit dieser Frage leitete der Literaturwissenschaftler und SPD-Landtagskandidat für München-Mitte, Dr. Michael Ott, das Treffen des Zukunftsforums der Pasinger Sozialdemokratie am vergangenen Donnerstag ein. Das Zukunftsforum hatte unter dem provokanten Titel „Klassenkampf und kalter Kaffee“ die Frage nach der Erzählung gestellt, die die Sozialdemokratie ins 21. Jahrhundert tragen kann. Offenbar traf das Zukunftsforum damit den Nerv der Zeit, denn der Einladung folgten so viele Parteimitglieder und Gäste, dass zusätzlich noch Stühle in den Saal getragen werden mussten.

„Was wir Zukunft nennen, ist in Wahrheit nur eine Projektionsfläche, die mit unterschiedlichen Gedanken und Gefühlen bespielt wird. Es ist immer eine Frage der Perspektive, ob wir in der Zukunft Krisen oder Chancen sehen. Dem Zukunftsforum als Projekt der Pasinger SPD räumen wir allein schon deshalb viele Chancen ein, da es ein öffentliches Gesprächsforum ist, zu dem alle Bürgerinnen und Bürger, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Partei, herzlich eingeladen sind.  Ziel ist des Zukunftsforums der Pasinger SPD ist es, im wahren Sinne des Wortes Politik  zu machen: Argumente einzubringen, von anderen zu lernen, Verständnis zu entwickeln und mitzugestalten. “, so die Pasinger SPD-Vorsitzende Franziska Messerschmidt in ihrer Begrüßung.

Und so wurde dann auch intensiv und teilweise hitzig diskutiert, was die SPD heute ausmacht und wofür sie sich in Zukunft stark machen soll. Vor allem die Herausforderungen der Digitalisierung und der Wandel der Arbeitswelt standen im Mittelpunkt vieler Redebeiträge. Auf diesen Wandel eine sozial verträgliche Antwort zu finden sei die Aufgabe der Stunde. Dies sei auch der Anknüpfungspunkt zur Geschichte der alten Arbeiterpartei, die aus einem Auseinanderbrechen der Gesellschaft nach den Umbrüchen der industriellen Revolution entstanden sei.

Raoul Koether, einer der Moderatoren des Zukunftsforums, nannte genau dies auch als seinen persönlichen Grund, warum er SPD-Mitglied geworden sei: „Es geht um das Versprechen dieses reichen Landes an seine Bürger: Keiner bleibt allein, keiner wird zurückgelassen.“ Und für die München-Partei SPD präzisierte er: „Ich will in einer Stadt leben, in der es erschwinglichen Wohnraum für alle gibt, aber nicht alles zubetoniert wird, in der junge Eltern einen Kindergartenplatz finden, aber Erzieherinnen und Erzieher nicht nur mit der Freude an ihrer Aufgabe bezahlt werden, in der ich in meiner Lederhosen nicht blöd angeredet werde, aber meine Nachbarin im Kopftuch auch nicht.“

Kernforderungen der Teilnehmer, unter anderem der Bezirksrätin Katja Weitzel, waren daher auch der Ruf nach Solidarität und Zusammenhalt, einer gerechten Chancenverteilung, Emanzipation und echter Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger an den Entscheidungen der Politik.

Daniel Wiegand, ebenfalls Moderator des Zukunftsforums, erläuterte das weitere Vorgehen mit den Ideen des Abends: „Uns ist es wichtig, dass nicht nur einfach geredet wird, sondern dass am Ende auch etwas dabei herauskommt. Die Ergebnisse der Veranstaltungen des Zukunftsforums werden immer zusammengefasst und hier auf der Homepage sowie auf unserer Facebook-Seite öffentlich zur Diskussion gestellt. Danach werden sie in die verschiedenen Parteigremien in München, Bayern und dem Bund eingebracht. Es geht darum, neue Formen der politischen Bürgerbeteiligung zu ermöglichen, und zwar unabhängig von Geschlecht, Alter oder Parteimitgliedschaft; in öffentlichen Diskussionen wollen wir die besten Ideen sammeln und in den politischen Prozess hineintragen, natürlich immer transparent und für alle nachvollziehbar.“

Dieses neue und offene Format fand offenbar Anklang unter den Gästen, von denen es einer so ausdrückte: „Ich hätte nicht gedacht, dass in einer Partei so offen und gut diskutiert wird. Das ist toll. Wenn bei mir zu Hause die Luft schlecht wird, dann mache ich auch nicht alles dicht, sondern reiße das Fenster weit auf!“